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7x64 IX

Entstehung der 7x64 IX
 

26.10.2011: Die 7x64 ist eine recht bekannte und verbreitete Jagdpatrone in Österreich und Deutschland. Immer wieder war in Internetforen darüber nachgedacht worden die 7x64 zu einer 7x64AI (Ackley Improved) auszublasen. Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen und es wurde der Entschluss gefasst dieses Vorhaben umzusetzten.
Über Sinn und vor allem Unsin dieses Vorhabens kann man natürlich vortrefflich diskutieren. Die normale 7x64 reicht völlig aus - das hat sie in ihrer schon über 90 Jahre andauernden Geschichte oft genug unter Beweis gestellt, ganz abgesehen von den unzähligen anderen in diesem Leistungsbereich angesiedelten 7mm Patronen.

30.10.2011: Da ich zuvor "nur" Wiederlader war und dies meine erste Wildcat-Patrone wird habe ich einen Experten kontaktiert. Es entstand dessen erster Entwurf der 7x64 Improved mit 30° Hülsenschulter.


Erster Entwurf einer 7x64 Improved

Neben der Hülse wird auch noch der Übergangskegel überarbeitet, welcher ja bei der "alten" 7x64 recht lange ausgefallen ist. Auch diese Idee ist nicht wirklich neu - sie wurde zB breits von Ing Michael Mayerl / Firma StyriaArms mit der 6,5x55X bzw 8x57ISX realisiert. Der Pmax wird mit 4400 bar festgesetzt. Ein 9" Drall wird die Möglichkeit offen lassen auch schwere und windschlüpfrige Geschosse zu verladen. Um auch die volle Leistung aus der Patrone rausholen zu können wird eine Lauflänge von zumindest 650mm notwendig sein.

03.11.2011: Neben der Patronenentwicklung muss natürlich auch ein System beschafft werden, um dann die Waffe bauen zu können. Ich habe mich als Basis für eine Tikka T3 entschieden. Ein gutes und solides System. Ein weiterer Punkt war auch die mittlerweile recht gute Auswahl am Zubehörmarkt, so dass die Waffe individuell abgestimmt und ausgestattet werden kann.

13.11.2011: Der Entwurf der Patrone und des Übergangskegels ist fertig - sprich es kann jetzt das Werkzeug und die Lehren für das Patronenlager sowie der Matrizensatz geordert werden.
 


Datenblatt der "neuen" 7x64

Weiters habe ich mittlerweile noch einen Schaft für die Tikka T3 bestellt. Die Wahl ist auf einen Produkt des Herstellers PSE Composites gefallen.

07.12.2011: Die Grundwaffe in Gestalt der Tikka T3 steht bereit. Der Schaft von PSE Composites ist ebenfalls fertig und auf der Reise von Irland nach Österreich. Vorher wird er aber noch eine kleine Weltreise machen - im Verteilerzentrum der Post wurde er nach Australia anstatt nach Austria verschickt. Hoffen wir dass der Schaft die Reise gut übersteht.
Ein Kostenvoranschlag für die benötigten Reibahlen, Lehren und Matrizensätze sollte auch noch in diesem Jahr eintreffen.

10.01.2012:  Mittlerweile ist das Angebot der Firma Triebel eingetroffen - das Projekt nimmt also langsam Gestalt an. Und die ausgewählte Tikka T3 wird neben dem neuen Lauf noch weiter personalisiert: Die Kunststoffhaube auf dem Schlösschen wird durch ein Metallteil ersetzt. Und es wird einen neuen Kammerstängel geben - damit man in Sachen Auswahl der Griffkugel flexibel ist wird dieser mit einem M5 Gewinde versehen. Solches Zubehör ist am Markt zwar bereits vorhanden - diesmal kommen die Teile aber von einem deutschen Betrieb.
Neben der gegenständlichen Tikka T3 wird für zwei Mitstreiter vermutlich auch noch ein Wechsellauf für eine Sauer 202 sowie eine Voere LBW (mit neuem GRS Schaft) gefertigt.

06.05.2012: Zwischenzeitig sind die sind die Werkzeuge und Matrizensätze von Triebel eingetroffen. Auch die Läufe von Lothar Walther sind letzte Woche geliefert worden. Wie sagt der Büchsenmacher: "Jetzt müssen wir Späne machen" - und das wird er im Laufe des Monats sicher machen.
 


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